Zürich
Grösste Stadt der Schweiz und der dichteste Ortsknoten des Korpus. Geburtsort Johann Heinrich Pestalozzis (1746), Gottfried Kellers (1819) und Conrad Ferdinand Meyers (1825); Sterbeort Kellers, Johanna Spyris (1901) — und Georg Büchners, der hier 1837 mit dreiundzwanzig Jahren am Typhus starb, wenige Monate nach seiner Habilitation.
24 Zitate · city
Zitate
Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag: sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigne Sprache; das Volk aber liegt vor ihnen wie Dünger auf dem Acker.
In Ordnung leben heißt hungern und geschunden werden.
Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst, — die Schwerter, mit denen Geister kämpfen!
Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?
Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.
Friede den Hütten! Krieg den Palästen!
Ich bin kein ausgeklügelt Buch, / Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch.
Nur die Sonne ist ewig jung, sie allein ist ewig schön.
Achte jedes Mannes Vaterland, doch das deinige liebe!
Der Mensch soll nicht tugendhaft, nur natürlich sein, so wird die Tugend von selbst kommen.
Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.
Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.
Die Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis.
Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.
Das Wesen der Menschlichkeit entfaltet sich nur in der Ruhe.
Das Gute bleibt ewig gut, aber das Schlechte wird durch das Alter immer schlechter.
In den alten Tannen war es nun ganz still und auf allen Ästen lag der weiße Schnee und in dem Sonnenschein schimmerte und funkelte es überall.
Wo der Fußweg anfängt, beginnt bald Heideland mit dem kurzen Gras und den kräftigen Bergkräutern dem Kommenden entgegenzuduften.
...es fing stärker an zu rauschen in den alten Tannen, ein mächtiger Wind fuhr daher und sauste und brauste durch die dichten Wipfel...
...wie die Sonne den Bergen gute Nacht sagt, dann wirft sie ihnen noch ihre schönsten Strahlen zu...
Aufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schale Grund; Die zweite gibt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und gibt zugleich Und strömt und ruht.
Das Leben bildet.
Augen, meine lieben Fensterlein, Gebt mir schon so lange holden Schein, Lasset freundlich Bild um Bild herein: Einmal werdet ihr verdunkelt sein!
Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, Von dem goldnen Überfluss der Welt!