Fest hält die Fibel das zitternde Kind Und rennt, als ob man es jage; Hohl über die Fläche sauset der Wind – Was raschelt drüben am Hage?

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Der Knabe im Moor

O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Der Knabe im Moor

Voran, voran, nur immer im Lauf, Voran, als woll es ihn holen; Vor seinem Fuße brodelt es auf, Es pfeift ihm unter den Sohlen

Annette von Droste-Hülshoff 1842 ·Der Knabe im Moor

So reich geschmückt ist Roß und Weib, So wunderschön der junge Leib, Jetzt kenn ich dich – Gott steh mir bei! Du bist die Hexe Loreley.

Joseph von Eichendorff 1815 ·Waldgespräch

Du kennst mich wohl – von hohem Stein, Schaut still mein Schloß tief in den Rhein. Es ist schon spät, es wird schon kalt, Kommst nimmermehr aus diesem Wald!

Joseph von Eichendorff 1815 ·Waldgespräch

Es ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!

Joseph von Eichendorff 1815 ·Waldgespräch

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand.

Theodor Fontane 1889 ·Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Ich scheide nun ab. Legt mir eine Birne mit ins Grab.

Theodor Fontane 1889 ·Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Erreicht den Hof mit Müh und Not; In seinen Armen das Kind war tot.

Johann Wolfgang von Goethe 1782 ·Erlkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind.

Johann Wolfgang von Goethe 1782 ·Erlkönig

Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, Werd ich nun nicht los.

Johann Wolfgang von Goethe 1798 ·Der Zauberlehrling

Ich sei, gewährt mir die Bitte, In eurem Bunde der dritte.

Friedrich Schiller 1799 ·Die Bürgschaft

Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn.

Friedrich Schiller 1799 ·Die Bürgschaft

Den Dank, Dame, begehr ich nicht.

Friedrich Schiller 1797 ·Der Handschuh