Ballade
14 Zitate
Fest hält die Fibel das zitternde Kind Und rennt, als ob man es jage; Hohl über die Fläche sauset der Wind – Was raschelt drüben am Hage?
O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn
Voran, voran, nur immer im Lauf, Voran, als woll es ihn holen; Vor seinem Fuße brodelt es auf, Es pfeift ihm unter den Sohlen
So reich geschmückt ist Roß und Weib, So wunderschön der junge Leib, Jetzt kenn ich dich – Gott steh mir bei! Du bist die Hexe Loreley.
Du kennst mich wohl – von hohem Stein, Schaut still mein Schloß tief in den Rhein. Es ist schon spät, es wird schon kalt, Kommst nimmermehr aus diesem Wald!
Es ist schon spät, es wird schon kalt, Was reitst du einsam durch den Wald? Der Wald ist lang, du bist allein, Du schöne Braut! Ich führ dich heim!
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand.
Ich scheide nun ab. Legt mir eine Birne mit ins Grab.
Erreicht den Hof mit Müh und Not; In seinen Armen das Kind war tot.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind.
Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister, Werd ich nun nicht los.
Ich sei, gewährt mir die Bitte, In eurem Bunde der dritte.
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn.
Den Dank, Dame, begehr ich nicht.